Virtual Reality im Dauereinsatz – Unser Fazit

Virtual Reality im Dauereinsatz – Unser Fazit
Ein Besucher im Vestibül testet die VR-Brille und befindet sich mitten im Konzerthausorchester. Foto: Oliver Lang

Mit der Winterpause ab Ende Oktober für unser Programm „Einblick frei“ möchten wir auf die Reise bisher zurückschauen und einen Ausblick in die Zukunft geben.

Unser 360°-Erlebnis mit Iván Fischer und dem Konzerthausorchester ist nun im dritten Jahr seiner Ausstellung. Viel hat sich getan in der Zeit. Allein in diesem Sommer haben über 10.000 Besucher pro Monat unser 360°-Video gesehen. Mit der Winterpause ab Ende Oktober für unser Programm „EinBlick frei“ möchten wir auf die Reise bisher zurückschauen und einen Ausblick in die Zukunft geben. Wir haben im letzten Jahr viel über die immer noch neue VR-Technik im Dauereinsatz gelernt und unsere wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:

Akkus von Smartphones halten nicht ewig: Man braucht mindestens ein oder zwei Ersatzgeräte, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Während das erste Gerät in Verwendung ist, sollte das zweite aufgeladen werden.

Kühlung ist wichtig: Gerade im Sommer versagen Smartphones im Dauerbetrieb nach wenigen Stunden. Auch hier braucht man Ersatzgeräte, die kühl genug sind, um einen reibungslosen Einsatz zu ermöglichen.

Desinfektion ist notwendig: Während eines Tages wird die Brille täglich von hunderten Menschen angefasst. Dafür haben wir immer alkoholische Desinfektionstücher, um die Brille nach jeder Benutzung wieder sauber zu putzen. Für die Brillen gibt es auch spezielle, austauschbare Gesichtspolster, welche sich leichter abwischen lassen und welche eher für den Dauereinsatz geeignet sind.

Upgrades machen vieles einfacher: Die Entwicklungssoftware für die „Gear VR“ wird immer weiter mit neuen Funktionen ausgebaut. Es ist wichtig, auch im späteren Stadium des Projektes Updates zu nutzen, um aus einem ersten Prototyp ein besseres Endprodukt zu gestalten. Dabei konnten wir mehr Leistung und ein stabileres Ergebnis zu erzielen.

Natürlich haben wir auch viel weiter entwickelt und unser Angebot stetig verbessert. Hier geben wir einen kleinen Überblick über unsere Erweiterungen:

Neue Hardware: Im Laufe der Zeit und auch durch Dauerbenutzung haben wir gemerkt, dass die Leistung der Smartphones rapide nachlässt. Mittlerweile nehmen wir die „Gear VR“-Brillen mit dem „S7“ Handy: Diese können mit ihren großzügigen Akkus auch momentan wieder den täglichen Dauereinsatz aushalten.

Besseres und klareres Video: Unser Videomaterial wurde ursprünglich in 1080p gezeigt. Jetzt wurde es auf 4K heraufgesetzt, um ein feineres Bild zu erzeugen. Dies ist auch durch die neuen Smartphones erst möglich geworden, die mit besseren Displays ausgestattet sind. Leider geht 4K-Videomaterial auch momentan noch an die Leistungsfähigkeit der Smartphones, die im Dauerbetrieb noch damit zu kämpfen haben und warm werden. Dazu aber später mehr…

Bessere Benutzeroberfläche: Das Programm wurde optimiert für die Dauerbenutzung der Besucher und eine möglichst einfache Gestaltung für Anfänger – ganz nach dem Motto: „Wer erklärt, verliert.“ Viele Besucher haben noch nie eine VR-Brille aufgehabt und setzen sich zum ersten Mal mit der Technik auseinander. Deshalb ist es wichtig, einen möglichst sauberen ersten Eindruck zu ermöglichen.

Und wie waren die Reaktionen? Unsere Besucher waren begeistert. Da die meisten erstmalig eine VR-Brille benutzen, stehen unsere Ehrenamtlichen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Für die Wiedereröffnung von „EinBlick frei“ im Frühjahr 2018 arbeiten wir an einer neuen Version mit neuer Aufnahme und Hardware.

Bis Ende Oktober 2017 ist das 360°-Erlebnis während „EinBlick frei“ in seiner jetzigen Form noch zu sehen. Es lohnt sich also, nochmal einen Blick hineinzuwerfen!

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Albrecht Sensch
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