Preisverleihung von Coding da Vinci

Preisverleihung von Coding da Vinci
Das Konzerthaus Berlin zwischen den anderen teilnehmenden Kulturinstitutionen. Foto: Annette Thoma

Am Wochenende wurden die Projekte des Kultur-Hackathons im Jüdischen Museum Berlin ausgezeichnet. Kulturgüter digitalisieren, weitergeben und für alle frei zur Verfügung stellen war, neben den Projekten der Preisträgern, eines der Hauptthemen des Tages.

Der große Kultur-Hackathon „Coding da Vinci“, veranstaltet unter anderem von Wikimedia Deutschland und der Deutschen Digitalen Bibliothek, ist zu Ende. Am Wochenende fand die Preisverleihung der umgesetzten Projektideen im Jüdischen Museum Berlin statt. 19 namhafte Kulturinstitutionen aus Berlin und Umgebung stellten vor rund sechs Wochen insgesamt 30 Datensätze für den Hackathon zur Verfügung, woraus die 180 Teilnehmer ihre eigenen Projekte verwirklichten.

Spielerische Ansätze in Form von Apps, VR-Erfahrungen mit 3D-Scans von Schlangen-Skeletten oder ein Chatbot, der das Leben jüdischer Kinder in Berlin zwischen 1933 bis 1945 aufbereitet – die 15 Projekte waren vielfältig, innovativ und technisch hoch ausgereift umgesetzt. Das Team, das sich mit dem Datensatz des Konzerthaus Berlin auseinandersetzte, erstellte eine Website mit dem Titel Musik Lovers, die die Trends der Programmatik visuell analysiert. Der Nutzer kann durch Filter selbst herausfinden, welche Werke die beliebtesten sind und welche Komponisten am häufigsten gespielt werden. Die Top Drei lautet – wenig überraschend: Mozart, Beethoven und Bach.

„Is there only Beethoven?“: Anna Costalonga vom Team „Musik Lovers“ präsentiert die Website, die mit dem Datenset des Konzerthaus Berlin entstanden ist. Foto: Annette Thoma

Nach der Präsentation der Projekte gab es für alle die Gelegenheit, die Coder und Programmierer zu ihren Arbeiten zu befragen und alles selbst auszuprobieren. Davor hielt der Kultursenator von Berlin Klaus Lederer eine Rede zur Digitalisierung im Kulturbetrieb. Seine Forderung: Im ersten Schritt kulturelles Erbe digialisieren, im zweiten Schritt offen zur Verfügung stellen, damit alle Leute einen Zugang dazu erhalten.

Demokratisierung von Wissen durch Digitalisierung: Kultursenator Klaus Lederer warb in seiner Rede für den freien Zugang von Kulturgütern. Foto: Coding da Vinci

Die Jury wählte in sechs Preiskategorien die Sieger des diesjährigen Hackathons. Leider war das Projekt rund um die „Musik Lovers“ nicht unter den Preisträgern. Aber um es mit dem olympischen Motto zu halten: Dabei sein ist alles! Die umgesetzten Projekte stehen weiterhin offen und kostenfrei für alle zur Verfügung und sind somit nicht umsonst entstanden. Das trifft den Kern des Hackathons: Sich für das Vernetzen und Öffnen von Kulturinstitutionen einzusetzen und so die freie und niedrigschwellige Weitergabe von Wissen zu garantieren. Diese Idee wird beim nächsten Hackathon 2018 in Leipzig weitergetragen. Alle Infos dazu gibt es hier.

Die Preisträger des diesjährigen Kultur-Hackathons „Coding da Vinci“ mit ihren Gewinnen. Foto: Wladimir Raizberg, Coding da Vinci

… und weil’s so schön war: Der Rückblick auf den gesamten Kultur-Hackathon, erstellt von Wikimedia Deutschland:

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