Interaktive Klangkarte: So klingt nur Berlin!

Interaktive Klangkarte: So klingt nur Berlin!
Mit Augmented Reality auf Klangreise durch Berlin gehen? Ab jetzt im Konzerthaus Berlin möglich!Screenshot aus der Anwendung.

Wir vergrößern unsere digitale Ausstellung um eine weitere Augmented Reality-Anwendung: Eine interaktive Klangkarte von Berlin, mit der Ihr auf eine Entdeckungsreise der anderen Art gehen könnt. Wenn Ihr also schon immer einmal wissen wolltet, wie eine Currywurst klingt, seid Ihr hier genau richtig.

Berlin entdecken – das schafft selbst manch Einheimischer nicht. In der Metropole ist einfach immer was los! Deswegen haben wir nach einem anderen Weg gesucht, die Stadt zu präsentieren. Für uns als Konzerthaus liegt eine Sache dabei natürlich besonders nahe: mit Tönen und Klängen! So haben wir aus der Berliner Stadtkarte eine Klangkarte gestaltet, über die Ihr berühmte Orte, markante Gebäude und beliebte Anlaufstellen einmal völlig neu entdecken könnt.

Sämtliche Illustrationen der Klangkarte stammen von Illustrator Martin Haake. Michael Droste von der HTW Berlin und Mitglied im Apollo-Team, hat die Illustrationen in 3D-Aufsteller verwandelt und teilweise sogar noch animiert. Jedem Aufsteller ist eine kleine Soundwolke angeheftet, die bei entsprechender Nähe mit dem Tablet hörbar wird. Wenn Ihr also wissen möchtet, wie ein Jogger mit seinem Hund im Park klingt, Pommes in Kreuzberg vor sich hinbrutzeln oder wie eine belebte Bar in Mitte ertönt, dann könnt Ihr das mit der Klangkarte herausfinden. Wenn Ihr es allerdings auf einen tuckernden Trabi abgesehen habt, dann müsst Ihr ihm durch die virtuellen Straßen folgen – denn das Auto fährt durch das gesamte Stadtgebiet. Ebenso wie die S-Bahn, die ihre Runden auf den Gleisen der Ringbahn zieht, oder zahlreiche Motorradfahrer, Fahrradfahrer oder Busse.

Aber woher kommen diese Klänge? Die stammen alle von unserem Konzerthausorchester Berlin! In der 13-teiligen Webvideo-Reihe #klangberlins verleiht das Orchester der pulsierenden Metropole seinen ganz eigenen Soundtrack – und zeigt auf diese Weise mit viel Humor, welche Klänge Trompeten, Geigen, Posaunen oder Kontrabässe jenseits klassischer Sinfonien produzieren können.
Für die Entwicklung der Klangkarte durften wir auf die Tonaufnahmen der mehrfach preisgekrönten Clips zurückgreifen und die Aufsteller damit lebendig werden lassen. Einige der Videos tauchen in der virtuellen Karte sogar in voller Länge auf.

Neu bei dieser Anwendung ist, dass sich der eigentliche Auslöser für die digitalen Inhalte nicht mehr direkt auf der Stele befindet, sondern den Besuchern förmlich zu Füßen liegt: Ein großer Vinyl-Druck bildet den sogenannten Ankerpunkt, über den die Klangkarte sichtbar wird. Scannt der Besucher diese Karte mit dem Tablet, so erscheint das interaktive Berlin direkt darüber. Wie auch schon beim Update des Zeitbandes arbeiten wir hier mit der Technologie von ARKit, was die Handhabe und die Interaktionsmöglichkeiten im digitalen Raum immens erweitert. Konkret bedeutet das, dass der Besucher auch tatsächlich durch die Karte laufen und alles individuell entdecken kann – Sorgen, dass er den visuellen Marker dabei verlieren könnte, muss er sich keine machen: Die digitale Karte bleibt im Raum verortet, auch wenn er mit dem Tablet die reale Karte aus dem Sichtfeld der Kamera verliert.

Der Vinyl-Druck mit der Karte vor der Stele. Foto: Annette Thoma

Bei dieser Stele wollen wir zusätzlich noch etwas ausprobieren, was es bei den restlichen AR-Anwendungen noch nicht gab. An der Stele liegen gleich zwei Tablets aus – eines ist kleiner, handlicher und vor allen Dingen leichter als das „normale“. Zusätzlich erscheint das digitale Abbild der Klangkarte mit dem kleinen Tablet tiefer – so können wir auch die jungen und noch nicht ausgewachsenen Besucher der Ausstellung besser erreichen.
Mit Hilfe eines Scroll-Balkens kann die Höhe der Karte zusätzlich manuell angepasst werden. Das funktioniert übrigens auch bei dem größeren Tablet.

Die Stele mit den beiden Tablets. Foto: Annette Thoma

Auch während der Spielzeitpause ist die digitale Ausstellung natürlich trotzdem für Euch geöffnet. In aller Regel täglich zwischen 11 Uhr und 18 Uhr und natürlich kostenfrei findet Ihr die Stelen im Vestibül des Konzerthaus Berlin – einfach dem roten Teppich auf der Freitreppe nach oben folgen und eintreten! Neben der Klangkarte erwarten euch vier weitere Stelen mit Augmented Reality und zwei VR-Anwendungen.

Das Konzerthaus Berlin in Augmented Reality. Foto: Annette Thoma
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