Digitale Zeitreise in die Vergangenheit

Digitale Zeitreise in die Vergangenheit
Ab sofort im Vestibül möglich: Ein interaktiver und visueller Blick in die Geschichte des Konzerthaus Berlin.Rendering: Albrecht Sensch

Einfach mal so ins Jahr 1821 reisen - ganz ohne Fluxkompensator? Kein Problem mit Augmented Reality! Unser digitaler Zeitwürfel ist eine weitere AR-Installation, die Ihr in unserer Digitalen Ausstellung entdecken und ausprobieren könnt. Hier erfahrt Ihr alles über das Konzept und die Umsetzung.

Nein, das Konzerthaus Berlin besitzt keinen umgebauten DeLorean, um mal eben in die Vergangenheit zu reisen – wäre ja auch zu schön! Aber Techniken wie Augmented Reality können uns den alten Zeiten zumindest ein Stück weit näher bringen. Diese Tatsache wollten wir für uns nutzen und haben für unsere Digitale Ausstellung eine AR-Anwendung entwickelt, die spielerisch und interaktiv die Geschichte des Hauses und des Konzerthausorchesters abbildet.

Zwar befindet sich im Vestibül auch eine Glaspanele mit allen wichtigen Daten zur Chronologie – aber eine unmittelbare, persönliche Auseinandersetzung mit den Daten ist interaktiver und somit spannender; laut einigen didaktischen Modellen verhilft das sogar zu einem effektiveren Lernen. Und genau darum geht es: Mit AR die eigene Geschichte erfahrbarer, lebendiger und begreifbarer machen.
Zwölf Bilder – von 1821 bis heute – vermitteln die wichtigsten Station in der Geschichte des Konzerthaus Berlin und seinem Orchester. Verweilt man bei einem Bild, erscheint über der oberen Ecke des Würfels ein kleines Textfeld, das die jeweiligen Infos auf Deutsch und Englisch darstellt.

Spielerisch und interaktiv die Geschichte entdecken: Der Zeitwürfel ist insbesondere für jüngere Besucher eine spannende Möglichkeit, mehr über das Konzerthaus Berlin und sein Orchester zu erfahren. Foto: Pablo Castagnola

Bei der Anwendung gibt es zwei Möglichkeiten, durch die Zeit zu reisen: Dreht der Nutzer den Würfel mit seinem Finger auf dem Display, so erhält er einen zufällig gewählten Blick auf die einzelnen Stationen. Möchte er lieber chronologisch vorgehen, so stehen am unteren Display-Rand zwei Pfeile zur Verfügung.

Die AR-Erkennung basiert, wie auch schon bei unserem 3D-Modell des Konzerthaus Berlin, auf einem Würfel-Marker. Wird dieser mit dem Leih-Tablet oder dem eigenen Smartphone und der App „Konzerthaus Plus“ gescannt, legt sich der digitale Würfel über den haptischen. So hat der Nutzer immer einen direkten Bezug zur Realität.

Wie aus einem haptischen Würfel ein digitaler wird: So sieht die Anfangs-Sequenz der Anwendung in Augmented Reality aus.

Auch der Aufbau der Stele ist identisch mit dem des 3D-Modells: Zwei Flügel erklären die Anwendung auf Deutsch und Englisch und machen den Besucher mit einem Vorschaubild neugierig. Auf der Oberfläche, in unmittelbarer Nähe zum Marker, ist das Leih-Tablet befestigt.

Die Stele für den Zeitwürfel im Vestibül des Konzerthaus Berlin. Foto: Pablo Castagnola

Übrigens: Um den Zeitwürfel zu entdecken, müsst Ihr nicht zwangsläufig ins Vestibül kommen. Zwar ist die Digitale Ausstellung dort in aller Regel täglich zwischen 11 Uhr und 18 Uhr kostenfrei zugänglich, aber mit unserer AR-App „Konzerthaus Plus“ geht das alles auch bequem von zu Hause aus. Im Menü der App unter „Inhalte“ könnt Ihr Euch nämlich nicht nur den kompletten AR-Content der Ausstellung herunterladen, sondern auch gleich noch die dazugehörigen Marker zum Selbstausdrucken. Damit könnt Ihr dann auf dem Sofa in die Geschichte eintauchen, unser „Virtuelles Quartett“ überall mithinnehmen oder die Säle des Konzerthaus Berlin mal aus der Vogelperspektive entdecken.
Für unser neues VR-Video müsst Ihr allerdings immer noch zu uns kommen – aber es sei Euch versichert: Es lohnt sich!

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