ARKit in der digitalen Ausstellung

ARKit in der digitalen Ausstellung
Der Zeitwürfel ist nun ein Zeitband: Dank Apples ARKit haben wir diese Station der digitalen Ausstellung komplett aktualisiert.Annette Thoma/Screenshot aus der Anwendung.

Ab jetzt hält die markerlose Technologie von Apples ARKit Einzug in unsere digitale Ausstellung: Die Station des Zeitwürfels hat eine Generalüberholung erhalten und besitzt neben einem aktualisierten Design und erweitertem Inhalt nun auch die neue Technik. Hier erfahrt Ihr, was sich warum geändert hat.

Unsere digitale Ausstellung im Vestibül des Konzerthaus Berlin besteht nun seit einem Jahr. Diese Zeit haben wir unter anderem intensiv dafür genutzt, wertvolles Feedback einzuholen: Auf der einen Seite haben wir die Besucher beobachtet, wie sie mit der noch neuen Technik umgehen – auf der anderen Seite haben wir immer wieder Gespräche mit den Ehrenamtlichen geführt, die die Ausstellung durchgehend betreuen. Dabei hat sich eine Sache klar herauskristallisiert: Die Station des Zeitwürfels, bei der die Besucher interaktiv Informationen zur Geschichte des Hauses und des Orchesters erhalten, war zu kompliziert gedacht.

Der Würfel der Stele diente bis jetzt als klassischer Marker – wurde er mit der Augmented Reality-App „Konzerthaus Plus“ gescannt, erschien ein digitales Abbild desselben. Der digitale Würfel war in alle Richtungen drehbar, die Informationen erschienen allerdings darüber schwebend. Die Entkopplung von Interaktion und Inhalt war nicht intuitiv genug: Die meisten Besucher haben die oberen Textfelder gar nicht erst entdeckt.

Der Zeitwürfel in seiner alten Form: Der reale Würfel im Hintergrund erhielt ein digitales Ebenbild, das mit dem Finger in alle Richtungen gedreht werden konnte. Foto: Pablo Castagnola

Damit war klar, dass der Zeitwürfel ein Update brauchte. Dabei wollten wir allerdings nicht nur das Design und das User-Interface ändern, sondern zusätzlich auch das ARKit nutzen. Die Fokussierung auf einen physischen Marker ist dabei keine Voraussetzung mehr: Der User erhält mehr Freiheiten, den Content zu nutzen. Der Würfel dient in der aktualisierten Version nur noch als Ankerpunkt, um die Anwendung zu starten – danach kann sich der User frei um den Würfel bewegen und muss ihn nicht mehr mit der Kamera des Tablets im Auge behalten. Kurzum: Dank des ARKits werden die Rahmenbedingungen für die technische Handhabe gelockert und der digitale Raum kann in Augmented Reality noch besser genutzt werden.

Das Design ist aus diesem Grund ein anderes geworden: Aus dem Zeitwürfel ist ein Zeitband geworden. Ein Zeitband ist schlicht intuitiver, wenn es um eine chronologische Darstellung geht. Durch das neue Design stehen Bild und Text nun auch näher beieinander: Die Informationen werden nicht mehr übersehen, sondern sind in das Sichtfeld des Users integriert.

Das Zeitband ist intuitiv bedienbar und vereint die visuellen Informationen auf einen Blick. Foto: Annette Thoma/Screenshot aus der Anwendung.

Zusätzlich dazu wurde die Anwendung inhaltlich erweitert: Nicht mehr 12, sondern 16 Stationen erklären die Historie des Konzerthaus Berlin von 1821 bis heute. Eine zweite bildliche Ebene vertieft die textliche Information außerdem. Alle Infos stehen, wie auch schon in der Version davor, auf Deutsch und Englisch zur Verfügung.

Die Stele des Zeitwürfels bleibt dieselbe. Das Tablet ist nach wie vor fest installiert, während der Würfel als Ankerpunkt für die Augmentierung dient. Foto: Pablo Castagnola

Da das Zeitband auf dem ARKit basiert, ist die aktualisierte Version nicht Teil der App „Konzerthaus Plus“. Wer also in den Genuss der neuen Anwendung kommen will, muss in der digitalen Ausstellung vorbeischauen. Diese ist aber in aller Regel täglich zwischen 11 Uhr und 18 Uhr geöffnet und ist kostenfrei. Einfach dem roten Teppich auf der Freitreppe folgen und Ihr befindet Euch direkt im Vestibül!

Annette Thoma
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